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Das DAO/TAO

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Was bedeutet DAO?

DAO ist ein Begriff der chinesischen Philosophie und geht auf Lao-Tse zurück. Ich benutze hier die traditionelle Schreibweise des Westens. Heute wird der Name eher "Laozi" geschrieben. Ähnlich hat der Westen früher TAO geschrieben, heute schreiben wir eher DAO und Daoismus. Also etwas weicher. Das Chinesische ist eine weiche Sprache, nicht so hart wie das Deutsche.

Laotse war ein "Zeitgenosse" von Pythagoras (beide lebten etwa 500 v.Chr.). Beide haben den Status von "Legenden". Beide haben etwa zur gleichen Zeit wichtige und prägende Impulse für ihre Kultur gegeben, waren "Kultur-Gründer". Karl Jaspers nennt diese Zeit 500 v.Chr. "Achsenzeit".

Die westliche antike Philosophie um Aristoteles hat "Widersprüche" logisch ausgeschlossen: Tag ist Tag und Nacht ist Nacht. Punktum.
Die Chinesische Philosophie ist differenzierter und eher "relativistisch": Zwei Zustände können ineinander übergehen, wie wir in Morgen- und Abendrot leicht erkennen können. Doch auch eine Sonnenfinsternis macht den Tag zur Nacht.

Die chinesische Philosophie ist viel bunter als die Schwarz-weiß-Phiolosophie des Abendlandes nach Aristoteles. Die chinesische Logik ist "dialektisch", schließt Widersprüche ein, macht Widersprüche gar zum treibenden Faktor von Entwicklung. Große Denker des Westens wie Schopenhauer und Hegel sind vom Daoismus stark inspiriert worden und haben die westliche Variante des Daoismus in der Dialektik entwickelt. Bei Hegel ist es der Dreisatz: These - Anti-These - Synthese.


Bekannt ist das Yin-Yang-Prinzip des Daoismus: die Einheit der Gegensätze.
Yin (das Schwarze) steht für Ruhe, Dunkelheit, Kälte, das Weibliche und den Mond.
Yang (das Weiße) steht für Aktivität, Licht, Wärme, das Männliche und die Sonne.
Beides gehört zur Harmonie des Ganzen (DAO).

Die Elemente DAO, YIN und YANG der chinesischen Philosophie sind bestens geeignet, die Dynamik und das Chaos der Liebe zu beschreiben - besser als die stupide, "rationale" Philosophie des Aristoteles.

Ja, ich bin kein Freund des Aristoteles, dem "Anti-Pytagoras"! (Pythagoras hat noch die "Reinkarntion der Seele" vertreten, war der letzte Mohikaner der antiken Seelenlehre). Aristoteles dagegen hat das Thema "Seele" scheinbar entmystfiziert, besser "operationalisiert" (in seinem Werk "De anima"), so dass unsere westliche Weltanschauung "seelenlos" geworden ist. Aristoteles ist der Sündenfall in die Seelenlosigkeit des Westens. Er hat der westlichen Philosophie und Wissenschaft der Seele den Todesstoß versetzt. Sogar Psychologie und Religion sind im Westen "seelenlos" geworden. Pfui, Teufel!

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