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John Welwood

Das Buch ist mein Lieblingsbuch in Sachen Liebe. Und ich war nach dem ersten Lesen völlig überrascht, was ich durch das Buch noch "dazugelernt" habe.

Die zentrale Frage des Buches

"Wenn die Liebe die größte Quelle unseres Glücks und unserer Freude ist, warum ist es dann so schwer, sich ihr ganz zu öffnen und sie unser Leben beherrschen zu lassen? Was ist das Problem?" (S. 11) und deutet das Problem so: "Dieses Buch ... konzentriert sich auf die Wurzel aller Beziehungsthemen" - unsere verwundete Beziehung zur Liebe selbst." (S. 12)

"Die verfahrendsten Probleme in menschlichen Beziehungen können auf das zurückgeführt werden, was ich die Stimmung von mangelnder Liebe nenne, auf einen tiefsitzenden Verdacht, den wir alle in unserem Inneren hegen, dass wir nicht einfach nur dafür, dass wir der sind, der wir sind, geliebt werden könnten oder als solcher nicht wirklich liebenswert seien. Die Grundunsicherheit macht es uns schwer, Vertrauen in uns selbst, in andere Menschen, in das Leben selbst zu haben." (S. 12)
Symptome sind: "... nicht vertrauen zu können, die Furcht zu haben, missbraucht oder abgelehnt zu werden, Eifersucht und Rachsucht zu hegen, defensiv zu mauern, streiten zu müssen, um zu beweisen, daß man Recht hat, sich leicht verletzt oder beleidigt zu fühlen und anderten die Schuld an unserem Schmerz zuzuweisen - das sind nur einige der Weisen, auf dir sich unsere Unsicherheit , ob wir geliebt werden oder liebenswert sind, zeigt." (S, 12 f.) ...
"Die Stimmungvon mangelnder Liebe zeigt sich oft in Form von plötzlichen Gefühlsausbrüchen in Reaktion auf jede geringste Beleidigung. Es ist, als wäre ein Reservoire an Misstrauchen und Groll vorhanden und wartete nur darauf, geöffnet zu werden, was der geringste Vorfall bewirklen kann. ... Manchmal zeigt sich die Stimmung von mangelnder Liebe in endlosem Gezänk und Irritation über Kleinigkeiten ..." (S. 13)

Wesen und Bedeutung von Liebe

Der Autor definiert Liebe so: "Ich würde Liebe ganz einfach definieren, nämlich als eine kraftvolle Mischung von Offenheit und Wärme, die uns erlaubt, echten Kontakt herzustellen, Freude und Wertschätzung zu empfinden und in Harmonie zu sein - und zwar mit uns selbst, mit anderen und mit dem Leben an sich. Offenheit - das reine bedingungslose Ja des Herzerns - ist die Essenz der Liebe. Und Wärme ist der grundlegende fundamentale Ausdruck von Liebe, der als natürlicher Erweiterung dieses Ja aufkommt - das Verlangen, die Hände auszustreckedn und das, was wir lieben, zu berühren, uns damit zu verbinden und es zu nähren." (S. 15)
"Wenn die Liebe in uns präsent und lebendig ist und uns bewegt, besteht kein Zweifel, dass unser Leben einen Sinn und ein Ziel hat, unabhängig von unseren äußeren Umständen. Wir fühlen uns in Verbindung mit etwas Größerem als unserem kleinen Selbst." (S. 15)
"Wenn aber die Gegenwart der Liebe fehlt, ist da oftmals eine Traurigkeit, etwas stimmt nicht ganz; etwas sheint zu fehlen, und es ist schwer, Freude zu empfinden, selbst in günstigen Umständen." (S. 16)
"Im Grunde sind die meisten Dinge, um die wir uns bemühen - wie Sichertheit, Erfolg, Reichtum, Status, Macht, Anerkennung, Bestätigung und Lob -, Mittel, mit denen wir versuchen ein Loch, das durch unsere Trennung von der Liebe entstanden ist. ... eine Ersatzbefriedigung ..." (S. 16)

Was ist die Ursache des Leidens?

"Auf der einen Seite hungern wir nach Liebe - daran können wir nichts ändern. Dennoch wehren wir sie gleichzeitig auch ab und weigern uns, uns ihr ganz zu öffnen, weil wir ihr nicht vertrauen.
Dieses ganze Verhaltensmuster - nicht zu wissen, dass wir geliebt werden, so wie wir sind, dann unser Herz zu betäuben, um diesen Schmerz abzuwehren, und dadurch die Wege zu versperren, durch die die Liebe in uns hinein - und durch uns hindurchfließen kann - ist die Wunde des Herzens." (S. 19)
"Die Liebe und die Wunde des Herzens scheinen immer Hand in Hand zu gehen, so wie Licht und Schattern." (S. 19)
"Die größten Übel auf unserem Planeten - Krieg, Armut, wirtschaftliche Ungerechtigkeit, ökologische Schäden - stammen alle von unserer Unfähigkeit, einander zu vertrauen, Unterschiede zu respektieren, respektvolle Dialoge zu führen und zum gegenseitigen Verständnis zu gelangen. ... Sich nicht geliebt zu fühlen und das dann zu verinnerlichen, ist die einzige Wunde, die es gibt." (S. 20)
"Die Tatsache, dass wir nicht wissen, dass wir geliebt werden uns liebenswert sind, lässt das Herz erkalten. Und all die Tragödien des menschlichen Lebens ergeben sich daraus." (S. 20)

Wir sehen den Gedgenpart von Liebe meist im Hass. Der Autor geht nicht so weit, sondern sieht den Gegenpart von Liebe in Groll. Wir können unseren Eltern grollen, ohne sie gleich zu hassen.
Groll ist der Schlüssel, um die Wunde des Herzens verstehen und heilen zu können.

Das ultimative Ziel des Buches

"Wie kann die Menschheit aber wirklich ihre zwangshaft Neigung zur Gewalt und ihren Zynismus hinsichtlich der Liebe überwinden? In diesem Buch will ich darlegen, dass Krieg von dem Groll gegen andere kommt und dass dieser Groll seine Wurzeln in unserer Liebeswunde hat - für die wir andere schuldig erklären und an ihnen auslassen. Dieses Buch beschreibt einen praktischen Weg, wie man dieses menschliche Kernproblem zutiefst verstehen und damit umgehen kann." (S. 22) "Mein Wunsch zu verstehen, wie sich das Gold der Liebe in Blei verwandelt, zwang mich, mir den Groll lange und genau anzuschauen." (S. 22)

"Diese Tendenz, Gegner aufzustellen, gegen die man kämpfen kann, ist auch etwas, das in uns selbst abläuft." (S. 23)

Die Themen des Buches:

  • Vollkommene Liebe, unvollkommene Beziehungen > MEHR
  • Die Stimmung des Grolls > MEHR
  • Den Groll loslassen > MEHR
  • Vom Selbsthass zur Selbstlilebe > MEHR
  • Heiliges Verlangen > MEHR
  • Die Liebe, die Sie frei macht > MEHR