Spirituelle Trennung
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Eine Liebe gilt als "gelungen", wenn man sich "in Freundschaft" trennen kann (kein "Rosenkrieg").
Stellt sich die Frage: Warum hat man die Liebe nicht von Anfang an auf das Fundament der Freundschaft gestellt? Könnte Freundschaft nicht eine stabilere Basis für eine Liebe sein als Sex und Vertliebtheit? Ich glaube, heute spricht man von "Freundschaft PLUS".
Trennung = Trauma?
Das Gesetz des Lebens ist Verbindung. Der moderne Begriff der "Vernetzung" macht dies deutlich. Und es ist kein Wunder, dass der Begiff aus der Epoche des Internet kommt: Über das Internet ist (theoretisch) jede mit jedem "vernetzt" und verbunden.
Unsere erste Trennung erleben wir mit der Geburt: für viele ein Trauma, wenn es keine "sanfte Geburt" war. "Trennung" erleben wir durch die Geburt als "lebensgefährlich". Doch wir erleben in unserem Leben immer wieder Trennungen. Vielleicht verhalten wir uns auch oft "irrational" aus Angst vor Trennungen und halten an einer dysfunktionalen Beziehung fest.
Das Buch von Debbie Ford setzt das Thema TRENNUNG in ein anderes Licht. Es untersucht, wie wir über eine Trennung innerlich reifen und wachsen können und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind.
Trennung existiert im Universum nicht.
Das Buch beginnt mit einem Paukenschlag:
"Trennung existiert im Universum nicht. Für die meisten Menschen könnte das eine gute und eine schlechte Nachricht sein. Die gute Nachricht: Wir sind nie allein und können es niemals sein. Die schlechte Nachricht: Wir können niemanden loswerden. Wir können uns von niemandem trennen. Mit sieben Worten gesagt: Es ist unmöglich, eine Beziehung zu beenden. Es ist nur möglich, sie zu verändern." (S. 7)
Und genauer: "Wir können die Einheit zweier Seelen nicht beenden. Das Bibelwort bestätigt sich: Was Gott zusammengefügt hat, kann niemand scheiden." (S. 8)
Das Buch "ist eine außergewöhnliche Reise durch die Dunkelheit einer zu Ende gegangenen Liebe zum Licht einer Liebe, die nie zu Ende geht: die Liebe zum Selbst und zum Leben - das heißt der Liebe zu Gott." (S. 8)
Debbie Ford schreibt das Buch aus den Schmerzen einer Trennung: "Irgendwie wusste ich, falls ich die Teile von mir, die mich davon abgehalten hatten, eine liebevolle, gesunde Beziehung zu haben, nicht finden und heilen würde, dann wäre ich dazu verurteilt, ein Leben ohne einen liebevollen Partner zu führen." (S. 18 f.)
Die sieben spirituellen Gesetze der Trennung
1. Das Gesetzdes Akzeptierens: Alles ist so, wie es in der göttlichen Ordnung sein sollte.
2. Das Gesetz des Sich-Ergebens: Wenn wir bereit sind, unsere Lage zu betrachten und zuzugeben, dass wir nicht wissen, wie wir sie in Ordnung bringen sollen, dann sind wir so weit, die Hilfe zu bekommen, die wir brauchen.
3. Das Gesetz der göttlichen Führung: Gott wird für Sie tun, was Sie alleine nicht tun können. ... Demut ist die Pforte, durch die das Göttliche in Ihr Leben gelangen kann.
4. Das Gesetz der Verantwortlichkeit: So können wir erkennen, wie wir an einer Trennung beteiligt sind und sie mit herbeigeführt haben.
5. Das Gesetz der Wahlfreiheit: Wir können uns für neue Interpretationen (Deutungen) entscheiden, die uns zu eigenständigem Handeln befähigen. Wir können karmische Bande zerschneiden.
6. Das Gesetz der Vergebung: Wir können Gott bitten, uns zu vergeben. Wir werden so in der Lage sein, Mitgefühl und Vergebung auch für unseren Gefährten zu empfinden.
7. Das Gesetz der Schöpfung: Wir erleben eine neue Wirklichkeit. Sie schenkt uns ein unschuldiges Herz, das von Liebe und Gespanntsein auf das Leben erfüllt ist. Dies ist die Zeit, eine neue Zukunft zu erschaffen.
(S. 23 - 25)
Die Autorin geht diese sieben Gesetze in ihrem Buch durch, erläutert sie und gibt Beispiele aus ihrem Leben. In jedem der sieben Kapitel gibt es "Schritte zur Heilung".