Diskurse über die Liebe
abc
In dieser Filmkategorie verlinke ich auf YouTube-Filme, in denen über "wahre Liebe" diskutiert wird.
Ein Interview mit Birgit Fischer
Link zur YouTube-Seite:
https://youtu.be/pMQ4kmIDpv4
Länge des Videos: ca. 44 Minuten
Mutter-Wunden der Liebe
Doch: Mütter sind nicht die "Schuldigen", sondern bewusstlos Ausführende eines Systems.
Länge des Videos: 28:28 Minuten
Sylvia Harke spricht über Mutterwunden der Töchter. Ich habe eine Schweister und verstehe die "Macken" meiner zweineinhalb Jahre jüngeren Schwester besser. Doch wir haben die gleiche Mutter (wen wundert es als Geschwister?), und ich erkenne als Sohn auch ähnliche Mutterwunden bei mir wie bei meiner Schwester. Ich glaube dieses Video kann jedes "Mutterkind" zum Nachdenken anregen. Die Autorin benennt 6 Ur-Foremen der Muttwerwunden bei Frauen:
1. Mutterwunde: Das Gefühl, unsichtbar zu sein
2. Mutterwunde: Tiefe Wunde der Ablehnung
3. Mutterwunde: Unterdrückte Wut
4. Mutterwunde: Verlassen werden
5. Mutterwunde: Entfremdung vom Körper, Gefühlen ünd Bedürfnissen
6. Mutterwunde: Unterdrückung der spirituellen Wahrnehmung ("Hexenwunde")
Hier der Link zum Video:
https://youtu.be/pER-LMBaVbc
Polyamorie oder Monogamie? von Kyrala Belitz
Der Link zum Video:
Mein Kommentar:
Ich glaube, die Fragestellung ist nicht zielführend.
Können wir dem anderen zu Beginn einer Liebesbeziehung ein absolutes Versprechen auf Monogamie geben? Ich glaube, das ist eine Illusion. Wie viele Treue-Gelübde wurden schon gegeben, die gebrochen wurden??!! Diese Realität können wir nicht leugnen! Was ist die Alternative zu dieser llusion?
Ich denke, sich eine "bedingungslose Liebe durch alle Widrigkeiten" zu versprechen ist ein machbares Pojekt: das Zusammenwachsen (doppeldeutig!) im Feuer der Liebe.
Ich denke und erfahre: eine bedingungslose Liebe von beiden Seiten führt "automatisch" zu einer monogamen Liebespraxis. Es ist kein "Ziel" oder VER-Sprechen, sondern ein Ergebnis von Bedingungslosigkeit der Liebe selbst. Wir wachsen als PAAR zusammen, wir erfahren das WIR als neues Wesen.
Kurz: Die Forderung nach "Monogamie" ist bedingte Liebe! Bedingungslose Liebe (als göttliche Liebe) ist "automatisch" monogam.
Wie monogam ist der Mensch?
Der Link zum Youtube-Video:
https://www.youtube.com/watch?v=evLO1JA0ghQ
Länge des Videos: 28:41 Min.
Mein Kommentar:
Zunächst zum Film: Monogemie ist kein Natzurgesetz. Monogamie ist eine Idealisierung und Ideologisierung der "Ewigen Liebe" und absoluten Treue der Dualseelen.
Wir leben in einem Zeitalter des Individualismus gegen den Kollektivismus. Das Individuum hat heute Freiheiten, die in früheren Zeiten nur der herrschenden Klasse vorbehalten waren.
Diese neue Freiheit des Individuums gibt uns Chancen für die individuelle Lebensgestaltung, aber auch die alleinige Verantwortung: Wir können nicht mehr andere für ein misslungenes Leben verantwortlich machen.
Die Bestimmung der Regeln für die Ehe liegt mehr und mehr in der Absprache der Paare füreinander. Ich sehe darin eine Chance: Jedes Paar muss für sich klären: Können wir ein Paarbewusstsein, ein WIR-Bewusstsein gegen Egoismus und Egozentrik entwickeln? Das ist die Herausfordereung, die sich jedes Paar stellen muss!
Ein sehr ehrliches Video! 21:27 Minuten
Eine Frau erklärt offen, was 5 Sätze von ihr für einen Mann bedeutet:
Wenn du sie hörst, verlasse sie sofort! Sie hat mit dir längst abgeschlossen.
Der Link zum Video:
https://www.youtube.com/watch?v=w0MeacIeKlE
5 Sätze "Hau ab!" einer Frau an einen Mann:
- Ich brauche dich nicht!
- Du bist zu emotional!
- Du verdienst etwas Besseres als mich!
- Ich habe dich nie um etwas gebeten.
- Wir sollten eine Pause machen.
Mein Kommentar
Es ist ein KI-Video. Vielleicht hat sich ein Mann als attraktive Frau per KI verkleidet. Trotzdem: Ich bin 75 und habe lange gebraucht, diese Sätze/Signale einer Frau zu verstehen (Ich kenne alle 5 Sätze von ehemaligen Partnerinnen). Heute bin ich einer, der diese 5 Sätze einer Frau versteht und sofort geht! Das erspart eine Menge Leiden. (Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich mich nicht mehr "voll einlasse".) Kein "Kämpfen mehr um die Liebe". Vergiss auch: "Lass uns Freunde bleiben!" Das gehört in die weiblilche Strategie, sich "höflich" vom Acker zu machen. SIE ist ja nicht die Böse. - Es gibt dann für einen Mann nur ein ehrliches und befreiendes: "Und Tschüss!" Und was danach an Scheinheiligkeit noch kommt, ist auch klar: "Ich wünsche dir viel Glück und alles Gute für den Rest deines Lebens!" ... Blah-blah ...
Liebe und Daoismus
Ich habe im Internet ein Erklärvideo gefunden "Das Paradox der Liebe: Warum erzwungene Liebe Menschen von sich stößt - TAOISMUS" (= Daoisamus), das meine Sicht wunderbar zusammenfasst:
https://www.youtube.com/watch?v=1WfPBUCGJk4
Länge: 19:23 Minuten
Spruch:
"Zwei Unglückliche können sich zusammen nicht glücklich machen."
Die fünf daoistischen Regeln:
1. Praktiziere Präsenz ohne Absicht.
2. Ehre den natürlichen Rhythmus.
3. Kultiviere deine eigene Fülle.
4. Praktiziere bewusstes Loslassen.
5. Vertraue dem Prozess.
Beziehungen der Neuen Zeit
Der YouTube-Link:
https://youtu.be/I0gp45X4C5I
Mein Kommentar:
Mich hat das Gespräch eher enttäuscht und ich möchte es hier als "Lehrer durch negatives Beispiel" anführen: Wir sollten schnell aufhören, Phrasen zu dreschen. Das bringt uns nicht weiter.
Beginnen wir mit der ersten Frage: Was soll das sein, die "Neue Zeit"?! - Kein Anschluss unter dieser Nummer in dem Gespräch! Hier fängt es schon an: die Debattierenden wollen Beziehungen in der "Neuen Zeit" verstehen, ohne diese "Neue Zeit" überhaupt dingfest zu machen. Ist die "Neue Zeit" die Trump-Zeit - oder was??!!
Ja, ich sehe auch eine "neue Zeit". Mein Bewusstsein kommt aus einer Zeit, da sprach man noch von "Wassermann-Zeitalter" - was mir absolut recht war, bin ich doch vom Geburtshoroskop ein Wassertmann-Geborener: Also: Juchhuuuu - mein Zeitalter! Mit wachsendem Bewusstsein wurde mir klar: Ich habe bestimmt von den Sternen ein Antenne für das Wassermann-Zeitalter mitbekommen, verstehe es vielleicht besser als andere "Tierkreiszeichen", doch meine Seele ist nicht auf den "Wassermann" zu reduzieren. Mein Seele ist viel facettenreicher! Ich erkenne mit der Zeit JEDES "Tierkreiszeichen" in meiner Seele. Meine Seele ist eher ein Hologramm aller Tierkreiszeichen: Wahrscheinlich habe ich in meinen vielen Inkarnationen schon alle Tierkreiszeichen mal als Frau, mal als Mann durchlebt, was meine Seele mitgeprägt und zur Reife gebracht hat.
Ich frage noch einmal: Was ist das für eine "Neue Zeit"? Die Gesprächsführenden haben darauf keine Antwort gegeben. Und es sollte schon mehr sein als "Übergangszeit" (Das ist billig) oder "Wendezeit" (Das ist inflationär abgedroschen).
Ich will meine Antwort geben: Es gab eine Zeit, da sprach man in der Soziologie vom "postindustriellen Zeitalter", gar vom "Postkapitalismus". Auch das ist wenig befriedigend! Es ist so, alsob meine Eltern meine jüngere Schwester "Post-Jürgen" genannt hätten. Ich denke, meine Schwester wäre mit einer solchen Namens-Gebung nicht glücklich geworden.
Jedes Zeitalter will für sich erkannt und bestimmt werden. Und bestimmt braucht es eine gewisse "historische Distanz", um die Besonderheit einer Zeit bestimmen zu können. Sonst ergeht es einem so wie dem kleinen Fisch, der den Meister-Fisch fragt: "Meister, was ist eigentlich WASSER?" Dabei lebt er seit der Geburt im Wasser, seinem Medium, ohne es zu erkennen.
Also: Wie wollen wir die "neue Zeit" charakterisieren?
Inzwischen habe ich den Eindruck, "Neue Zeit" ist eine typische Phrase von Narzissten: Die "Neue Zeit" ist die Zeit ihrer Geburt und ihrer Lebensspanne. Narzissten brauchen das Gefühl, in einer besonderen Zeit zu leben, wie es mir mit dem Wassermann-Zeitalter ging.
Ich habe diese "Neue Zeit" einmal Paar-zipation (Achtung! Nicht: Partizipation) genannt: die Befreiung als Paar: Der Mensch ist das Paar.
Ich "glaube" wirklich: Weder der Mann - noch die Frau ist DER MENSCH, erst als PAAR wird der Mensch zum (göttlichen) Menschen. Die ZWEI ist die Einheit, die "Zweifaltigkeit".
Ich glaube (weiteres Glaubensbekenntnis): Jesus und Maria von Magdalena waren dieses "göttliche Paar". Doch die (katholische) Kirche hat Maria Magdalena als "Tochter Gottes" völlig entweiht, sie zur Hure, zur "Dame der Nacht" diffamiert. Dieser Akt des Patriarchats ist zu revidieren, sollte der "letzte Akt" der Frauenbewegung sein! Maria Magdalene steht Seite an Seite zu Jesus. Das ist das Symbol des neuen Zeitalters des göttlichen Pasars.
Aspekte, wie ich es sehe:
- Es ist nicht mehr ein Zeitalter der Mutter (lies: Matriarchat oder matrilineare Gesellschaft)
- Es ist nicht mehr ein Zeitalter des Über-Vaters, des Patriarchen (lies: Patriarchat)
- Es ist das Zeitalter des PAARES, initiiert durch die Frauenbewegung.
- Wir leben aber nicht in der Romantik und der Schwärmerei.
- Das Zeitalter des Paares ist das der Polarisierung. Die Pole bilden sich als energetische Spannungs-Pole heraus.
- Wir erkennen das Männliche und Weibliche in jedem Mann, in jeder Frau.
- Die Polaitäten verinnerlichen sich: animus und anima.
- Bevor ich mich als Mann mit einer Frau versöhnen kann, braucht es die Versöhnung mit meiner "inneren Frau", die Annahme meiner Weiblichkeit als Mann - und umgekehrt.
- Durch das Internet vernetzen wir als Menschheit immer mehr; ein schönes Bild (als Metapher): Das Internet ist das globale Gehirn der Menschheit (Peter Russell).
- Die Menschheit war schon immer über die geistige Welt vernetzt. Jetzt wird diese Vernetzung auch physisch und geerdet.
- Ich glaube nicht an den EINEN "Drahtzieher" an den ganzen Marionetten-Fäden der Menschheit. So intellligent ist kein Mensch! Mir drängt sich eher der Begriff "Dummheit" auf. Die Menschheit wird immer dümmer. Als Kandidat des Sterippenziehers käme nur einer in Frage: SATAN. (Ist er der Fürst dieser Welt?)
- Diese ganze Dramatik hat Goethe so schön im FAUST inszeniert: Wie das Böse Gutes schafft, wie das Gute Böses schafft. Dafür braucht es keinen Satan als Wesenheit, das liegt im SYSTEM SELBST.
Die Frage ist also:
Wie wollen wir diese "Neue Zeit" nach dem "Wassermann-Zeitalter" benennen?
Woran ich aber zweifle, ist, dass wir die "neue Art der Beziehungen" bestimmen können, ohne die "Neue Zeit" bestimmt zu haben. Als Lehrer der alten Zeit würde ich zu den Gesprächspartnern des Videos sagen: Thema verfehlt! - Sechs! - Setzen!
Elke Aßmus: Zwillingsflammen-Beziehung
EINE Seele in ZWEI Körpern?
Der Link zum Video:
https://www.youtube.com/watch?v=jg2EotGXMuY
Jana und Elke im Gespräch über Zwillingsflammen
Mein Kommentar
Diese extrem starke Verbindung zwischen Mann und Frau hat schon die Aufmerksamkeit der alten griechischen Philosophen auf sich gezogen. Platon versuchte diese Beziehung durch den Begriff der "Dualseele" genauer zu bestimmen: Ursprünglich seien die Seelen "Kugelwesen" gewesen, die durch einen göttlichen Zorn in zwei geteilt wurden: immer noch EINE SEELE, aber in zwei Körpern, wobei diese "Dualseele" sich über alle Inkarnationen begegnen, aber nicht immer als Liebespaare. Sie konnten in den verschiedenen Inkarnationen unterschiedliche familiäre Rollen annehmen: Mutter und Sohn | Vater und Tochter | Mutter und Tochter | Vater und Sohn | Geschwister. Es sind alles Rollen, um Lebenslektionen zu lernen. Heute sind wir vielleicht so weit, die höchste Form der Liebe zu lernen, die bedingungslose Liebe. Oft haben wir Haustiere als Seelenbegleiter, um diese bedingungslose Liebe schon als Kind zu lernen.
Die Liebe zwischen Zwillingsflammen / Dualseelen ist aber keine Hollywood-Liebe. Sie sind eher sehr strenge Hüter des Seelenplans. Ihr höchstes und gemeinsames Ziel ist es, dem anderen dabei zu helfen (anzutreiben!) , den Seelenplan zu erfüllen. Ein größeres Geschenk können sich Menschen nicht machen. Sie gehen dabei auch gemeinsam durch die Hölle. Seele, Geist und Körper verschmelzen wieder zu einem "Kugelwesen": DAS PAAR ist DER MENSCH: eine (Dual-)Seele in zwei Körpern, EIN Seelen-WESEN in zwei Körpern.
Toxische Liebe??!!
Ich habe ein Problem mit dem (inflationär gebrauchten) Begriff! Ich mag ihn nicht. Pilze können "toxisch" sein, und ich kann an einem solchen Pilz-Essen krepieren. Aber eine Beziehung??!! Manche "toxische Beziehung" endet mit Mord und Todschlag, ja, das gibt es! Aber nicht jede "dysfunktionale" Beziehung endet in Mord und Todschlag und muss "toxisch" sein. Die Konflikte zwischen Paaren, die sich einmal geliebt haben, sind kein GIFT wie Rattengift. Keiner will den anderen VERGIFTEN. Jeder hat die Freiheit, den andern zu verlassen, wenn ihm der andere nicht gut tut. Wenn ich etwas esse, was mir nicht gut tut, was mir nicht schmeckt, muss es ja nicht gleich "vergiftet" sein; es reicht "ungesund" zu sein.
Ich sage es einmal so: Wenn ich denke, ich sei in einer toxischen Beziehung, dann gibt es nichts mehr zu heilen, sondern nur schnell das Weite suchen. Viele (alle??!!) Beziehungen haben ein Heilungspotential, eine Heilungsaufgabe. Sie sind nicht vollkommen, sind sie aber deswegen toxisch??!! Der Begriff "toxische Liebe" verleitet zum Schwarz-Weiß-Denken:
Der siebte Himmel ODER toxisch??!! Da gibt es doch sicher eine Menge dazwischen.
