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Stimmung des Grolls

"Das zerstörerichste Element in zwischenmenschlichen Beziehungen ist das Verlangen, andere Menschen als schlecht hinzustellen oder ins Unrecht zu setzen und sie dann dafür zu verurteilen, abzulehnen oder zu bestrafen. Die tragischen Konsequenzen hiervon zeigen sich überall: an anhaltenen Streitigkeiten in Ehen, Familien und Organisationern, in Kriegen zwischen Nationen und im ständigen Streit zwischen Menschen, die nicht fähig sind, ihre Unterschiedlichkeit zu akzeptieren." (S. 67)

"Groll zu hegen - ... - ist eine selbstzerstörerische Handlung. Denn wenn wir jemanden oder etwas verletzen oder ablehnen wollen, verletzen wir letztlich ungewollt gleichzeitig uns selbst oder lehnen uns selbst ab. Das kann man leicht erkennen. Beobachten Sie einfach nur, wie sich Ihr ganzer Körper anspannt und verkrampft, wenn sie jemandem grollen. Wenn Sie das tun, zerstören Sie Ihr eigenes Leben - die Präsenz, die Offenheit und die Wärme, die ihr eigenes Lebensblut darstellen." (S. 68)

"Groll ist das fehlende Glied zwischen Liebe und Krieg: Aufgrund der Wiederbelebung alten Grolls schlägt Frieden um in Krieg und führen Flitterwochen zu Scheidungen." (S. 70)
"Den meisten von uns ist es nicht bewusst, wie sehr sie in Groll verstrickt sind und wie sehr dieser ihr Leben steuert." (S. 70)

"Ein weniger dramatisches, häufig wiederkehrendes Sympotom ist die Tendenz, über andere Menschen zu urteilen... Über andere Urteile zu fällen ist ein Weg, sich überlegen zu fühlen, indem man sich über sie stellt." (S. 71)

"All das beleuchtet, weshalb es oft so schwer ist, uns zu erlauben, Liebe zu empfangen, selbst dann, wenn sie erhältlich ist. Liebe in uns einzulassen verflangt, dass wir weich werden müssen - dass wir unsere verhärteten Abwehrmechanismen auflösen und unsere Deckung aufgeben, Liebe zu empfangen ist bedrohlicher, als Liebe zu geben, weil Empfänglichkeit Offenheit verlangt, wodurcvh man sich verletzlich fühlt. Obwohl wiraqlso vielleicht nach Liebe schreien ..., sabotieren wir unsere Beziehung oft, wenn Liebe tatsächlich erhältlich wäre; wir verschließen uns vor Angst oder provozieren einen Konflikt, der unseren Groll rechtfertigt." (S. 82)