Spiel
Zweites Königreich: Spiel
"Die Einwohner dieses Reiches scheinen zumeist jung und offen zu sein - Lernende, die sich auf Abenteuer in höheren Regionen vorbereiten. (S. 37)
"Die in diesem Reich wohnenden Philosophen bezeichnen das ganze Sein als Spiel. Sie sehem den Menschen als homo ludens und lehren, dass das Leben als Spiel aufzufassen sei." (S. 38)
Das ist dann das Reich der Playboys und Playgirls: "Menschen, die nie erwachsen werden. Auf dieses zweite Chakra fixierte Persönlichkeiten, die das Suchen nach Genuß zum Mittelpunkt ihres Daseins machen. Hedonisten, Lüstlinge, Sybaritten." (S. 43)
"Leute auf dieser Spielstufe verstehen die Sexualität bloß als Spiel und Spaß." (S. 45) "Eine solche Partnerschaft kann deshalb als amoralisch bezeichnet werden, weil sie keiner Verpflichtung oder tiefe Gefühle miteinbezieht." (S. 46) "Playboys und Playgirls sehen im Geschlechtsverkehr eine athletische Herausforderung. Das Liebesspiel ist zum Punktezählen verkommen: wer am meisten Orgasmen produziert, gewinnt." (S. 47)
"Sex auf rein sinnlicher Basis führt am Paradoxon der Freude vorbei. Der Mensch umfaßt verschiedene Dimensione: somit werden Genuß und Freude am intensivsten erlebt, wenn im Liebesspiel Körperempfindungen (Gegenward), Gefühl (Vergangenheit) und Intentiuon (Zukunft) eine Einheit bilden." (S. 48)
Eine Reihe von befriedigenden Erlebnissen schafft ihre eigene Vergangenheit und Zukunft. Gefühle der Dankbarkeit und der Erwartung verbinden zwei Menschen - sie haben Gemeinsames. Eine befriedigende sexuelle Beziehung erweitert sich auf natürliche Weise vom körperlich-sinnlichen Erleben auf seeliche Bereiche." (S. 49)